Hier bekommst du Anregungen, wie du ein Skizzenbuch für deine kreative Wohlfühlzeit gestalten kannst.
Entwerfe die Titelschrift
Skizziere den Titel "Kreativ-Tagebuch" in einer großen Blogschrift.
Schreibe ihn zuerst mit Bleistift, dann kannst du noch korrigieren.
Man verschreibt sich dabei erstaunlich oft – vor allem bei einfachen Wörtern, wenn man sich sehr auf die Form konzentriert.
Ziehe einen Rand um das Blatt und um den Titel.
Ich verwende dafür kein Lineal, sondern zeichne alles Freihand, weil ich es schaffe, sogar mit dem Lineal krumme Linien zu ziehen. Also habe ich beschlossen, dass leicht wackelige Linien zu meinem Stil gehören.
Mit schwarzem Stift nachmalen
Male den Titel und die Rahmen mit einem schwarzen Stift nach.
Muster erfinden
Erfinde Muster für den Raum um den Titel.
Du kannst sie vorher mit Bleistift skizzieren oder direkt loszeichnen.
Ohne Vorzeichnung ist es weniger aufwendig und schwungvoller.
Es hilft, sich immer wieder daran zu erinnern: Das ist ein Skizzenbuch. Ein spielerischer Ort. Keine Doktorarbeit.
Datum
Früher habe ich oft vergessen, meine Skizzenbücher zu datieren.
Später habe ich mich darüber geärgert, weil ich nicht mehr rekonstruieren konnte, wann was entstanden ist.
Es ist schön, nach ein paar Jahren durch das Buch zu blättern und den eigenen Prozess zu sehen.
Deshalb schreibe ich das Datum dazu, wann ich das Buch begonnen habe.
Das Motto des Buches
Auf die allererste Seite schreibe ich einen schönen Spruch.
Meistens weiß ich erst, wie er lauten soll, wenn ich schon einige Tage im Skizzenbuch gearbeitet habe.
Jedes Buch hat seine eigene Stimmung.
Wenn ich sie spüre, finde ich auch das richtige Motto für mein Buch.
Auch hier mache ich es nicht mit Perfektionsanspruch.
Wenn mir nach ein paar Wochen ein anderer Spruch passender vorkommt, füge ich ihn einfach hinzu
oder gestalte irgendwo in der Mitte des Buches eine neue Seite mit dem Satz, der jetzt besser passt.
Die Innenseite vorne
Ich bemale die Innenseite vorne gerne mit einem Muster.
Tupfen, Kringel oder andere einfache Formen machen das Skizzenbuch gleich einladender.
Die letzte Seite
Auf die letzte Seite klebe ich mir gerne ein kleines Dreieck aus Karton, in das ich einen Karton stecken kann, den ich als Schablone verwende.
Mit der Schablone zeichne ich Rahmen für manche Mal- oder Schreibseiten.
Zuerst mit Bleistift, dann mit meiner ganz persönlichen Wackellinie nachgemalt.
Mach es einzigartig
Sei gespannt, wie dein Kreativ-Tagebuch sich entwickeln wird.
Es ist nicht wichtig, es ordentlich oder richtig machen zu wollen.
Mach es einzigartig!
Ich wünsche dir viel kreativen Spaß beim Gestalten deines Kreativ-Tagebuchs!
Der Sinn eines Kreativ-Tagebuchs
Im Kreativ-Tagebuch geht es nicht darum, perfekte Bilder zu malen oder druckreife Texte einzutragen.
Je wilder, je bunter, desto einladender ist dein Buch.
Du kannst es auf dem Tisch liegen lassen und so ganz einfach daran erinnert werden, dass es einen Ort gibt, an dem du dich entspannen, auftanken, experimentieren und Spaß haben kannst.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es mich motiviert, ein neues Bild zu malen oder einen Text zu schreiben, sobald ich ein wenig darin geblättert habe.
Ich blättere auch gerne meine Bilder-Geschichten-Bücher durch, die schon voll sind. Das ist eine wunderbare Fülle an Erlebnissen, Farben und Formen. Erstaunlicherweise finde ich dann oftmals Bilder und Texte sehr gut, die ich direkt nach dem Machen nicht so spektakulär fand.
Das Kreativ-Tagebuch ist also in erster Linie ein Ort zum Ausspannen, Experimentieren und Spaß haben.
Dein ganz persönlicher Wohlfühlraum.
Kreativität entsteht beim Machen. Auch wenn du dich nicht inspiriert fühlst, taucht sie auf, sobald du ein paar bunte Stifte in die Hand nimmst.

