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Körperübung: Dein sicherer Raum

Geschrieben am 30.12.2025
von Elke Weigel


Den Raum gestalten

  • Setz dich auf den Boden, auf einen Teppich, eine Decke oder ein Fell.
  • Markiere um dich herum deinen Raum mit einem Seil oder mit Tüchern, Kissen, Decken oder Steinen.
  • Gestalte den Raum so lange um, bis er sich groß genug und sicher anfühlt. 
  • Willst du darin sitzen oder liegen können? Probiere es aus.

Den Raum mit allen Sinnen fühlen

  • Taste die Grenze mit den Händen ab, rundherum, mit dem Gedanken: "Das ist mein Raum. Hier ist die Grenze".
  • Setzte dich in die Mitte und schaue umher. Zur Grenze und darüber hinaus. Nehme den Innenraum wahr, in dem du sitzt. Begleite es mit dem Gedanken: "Das ist mein Raum. Hier ist die Grenze".
  • Spüre den Raum, deinen Raum. Er wird nicht nur durch die Materialien begrenzt, sondern reicht ganz um dich herum. Du kannst ihn dir wie eine schöne Seifenblase vorstellen. 

Sage dir

  • Dieser Raum ist nur für mich, kein anderer darf ihn betreten.
  • Ich kann ihn jederzeit verlassen. 
  • Ich sehe alles, was draußen passiert, wenn ich es will.
  • Du kannst dir auch vorstellen, dass du darin verborgen bist und einfach eine Weile komplett deine Ruhe hast.
  • Für dein Bedürfnis nach Kontakt und Begegnung stelle dir vor, dass es einen weiteren Raum gibt. Dieser Raum ist nur für dich. Dein sicherer Raum.

In besonders schwierigen Zeiten ist es hilfreich, den gestalteten Raum sichtbar liegen zu lassen, damit du jederzeit daran erinnert wirst, dass es ihn noch gibt und du hineingehen kannst.

Wirkung

  • Diese Übung hilft dir, innere Sicherheit im Außen sichtbar und spürbar zu machen.
  • Indem du deinen Raum selbst gestaltest und begrenzt, stärkst du dein Gefühl von Kontrolle, Schutz und Selbstbestimmung.
  • Das bewusste Markieren der Grenze unterstützt dich dabei, Körpergrenzen wahrzunehmen und zu festigen.
  • Durch das Abtasten mit den Händen wird Sicherheit nicht nur gedacht, sondern körperlich erfahren.
  • Der sichere Raum wirkt stabilisierend, besonders wenn du dich innerlich unsicher, überfordert oder verletzlich fühlst.
  • Er kann deinem Nervensystem signalisieren: Hier darf ich sein. Hier bin ich geschützt.

Dass der Raum sichtbar liegen bleiben darf, ist wichtig: Er erinnert dich auch außerhalb der Übung daran, dass Sicherheit nicht verschwunden, sondern zugänglich ist.

 

Diese Übung ist eine meiner Basisübungen zur Stärkung des Körperschemas. Mehr Informationen zum Thema findest du unter "Informationen"


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